Die Angst

In der Ausgabe 5/2015 bei Gesund Leben habe ich ein schöne Aufstellung über Angst gefunden. An dieser kann der Einzelne erkennen, ob er gefährdet oder eben nicht ist.
Wenn Ihnen Ihre Angst sorgen bereitet finden Sie möglicherweise eine Anhaltspunkt und entscheiden über Ihren weiteren Weg.

Ich habe mir die Mühe gemacht, dies etwas zu Modifizieren. Der Originaltest stammt von Borwin Bandelow „Wenn die Seele leidet“

Gehen Sie mit dem Test bitte sorgfältig um. Es ist ein Versuch die Angst in den verschiedenen Facetten zu unterscheiden. Allen gemeinsam ist aber rein die Angst.
Nun hat diese Welt auch dazwischen verschiedene Arten hervor gebracht, die es nicht so leicht machen die Angst zu definieren. Ein entscheidender Punkt ist aber. Wie gehe  ich mit der Angst um?

Hier möchte ich mal ein Beispiel bringen.
Sie kennen das. In der heutigen Zeit werden kaum noch Briefe geschrieben. Vor über 20 Jahren ist man zum Briefkasten gerannt, wenn der Postbote kam. Es könnte ja ein Brief von ganz lieb gewordenen Menschen drin sein. Kommunikation auf dieser Ebene ist Heute nicht mehr „Zeitgemäß“. Diese kommt heute übers www, Computer und andere Medien. Selbst das reine Telefonieren gerät ins Hintertreffen. Damit verliert der Einzelne eine wichtige Kommunikation, aber auf der anderen Seite gewinnt er Zeit - durch die schnelle Nachrichtenübermittlung. Ist das so? Eigentlich trifft es den Nutzer dieser Medien ganz hart. Denn die Informationen werden viel vielfältiger. Wir werden regelrecht mit Informationen überschüttet. Kaum hat man im Netz mal ein Buch, ein Gegenstand, ein Vergleich von Versicherungen oder andere Dinge betrachtet - und schon ereilen uns Angebote über Angebote.

Ich möchte aber nur allein bei der Briefzustellung bleiben. Da sind die Inhalte der Sendungen Werbung und Rechnungen. Nun hat man die Animation Kauf im Kasten und Rechnungen. Beides zusammen kann mit der Zeit zur Bedrohung werden. Der Einzelne belohnt sich durch Kauf und bestraft sich durch nicht bezahlbare Rechnungen. Eine Angst entwickelt sich da zur Post - zum Briefträger. Denn er bringt mir immer diese negativen Nachrichten. Obwohl der Verstand sagt, er macht nur seine Arbeit.  Wenn der Punkt erreicht ist, wo der Mensch es nicht mehr aushält, wird der Briefkasten nicht mehr gelehrt oder die Rechnungen fallen in ein Versteck, in ein Karton oder so.
Nach dem Gefühl „ hab ich nicht bekommen“. Das ist aber der Anfang der Probleme.  Es folgen Rechtstreite, eventuell Verlust der Wohnung, Freunde, Partner und so weiter. Am Ende ist das eigene Wertegefühl am Boden. Und genau da wird es ganz schwer. Wo fängt Krankheit an oder wo kann der Einzelne soziale Aspekte zur Lösung finden. Genau da ist es notwendig eventuell den medizinischen, als auch den sozialen Aspekt / Weg zu gehen.

Also ist der nachfolgende Test nur eine Möglichkeit. Ich helfe Ihnen gern auf meinem Gebiet. Es ist wichtig gesehen und gefühlt zu werden
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Agoraphobie

Eine Panikstörung ist häufig mit einer Agoraphobie verbunden

Haben Sie in den folgenden Situationen Angst oder Beklemmungsgefühle?
Vermeiden Sie solche Situationen?
Können Sie solche Situationen nur In Begleitung aufsuchen?

 öffentliche Verkehrsmittel
 Theater, Kino
 Menschenmengen
 Versammlungen oder Feste
 Enge Räume wie Fahrstühle
 Geschlossene Räume oder Tunnel
 Autofahren im Stau oder an der roten Ampel stehen
 Kaufhaus
 Schlange stehen
 Allein weite Reisen unternehmen
 Allein zu Hause zu sein

Treffen mindestens 2 dieser Situationen für Sie zu und führt die Vermeidung dieser Situationen in irgendeiner Form zur Einschränkung Ihrer Lebensqualität? JA – Es besteht der Verdacht, dass bei Ihnen eine Agoraphobie vorliegt.


Generalisierte Angststörung

Leiden Sie unter den folgenden Symptomen:

Herzrasen oder unregelmäßiger Herzschlag
Schwitzen
Zittern oder innerliches Beben
Mundtrockenheit
Luftnot
Engegefühl oder Kloß im Hals
Schmerzen, Druck oder Enge in der Brust
Übelkeit oder Magenbeschwerden
Schwindel, Unsicherheit, Benommenheit oder Angst, in Ohnmacht zu fallen
Gefühl, nicht da zu sein oder neben sich zu stehen
Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden
Angst zu sterben
Hitzewallungen oder Kälteschauer
Taubheits -oder Kribbelgefühle in den Gliedmaßen oder im Gesicht

Leiden Sie unter mindestens 4 der Symptome, wobei allerdings diese Symptome nicht gleichzeitig in Form von heftigen Panikanfällen auftreten (siehe Panikstörung), sondern mehr oder weniger über den Tag verteilt auftreten?

Leiden Sie zusätzlich unter:
Unruhe oder Nervosität
Konzentrationsschwierigkeiten
Reizbarkeit und Einschlafstörungen
Übertriebene Reaktionen auf kleine Schrecksituationen

Haben Sie außerdem häufig Sorgen oder Befürchtungen, z. B. dass Ihnen oder einem Familienmitglied ein Unglück passieren könnte?

Alle 3 Punkte mit JA beantwortet? Dann besteht der Verdacht, dass bei Ihnen eine Generalisierte Angststörung vorliegt.

Soziale Phobie

Haben Sie Angst in Situationen, in denen Sie befürchten, dass andere Leute negativ über Sie urteilen könnten, Ihr Aussehen kritisieren könnten oder Ihr Verhalten als dumm, peinlich oder ungeschickt ansehen könnten? Beispiele für solche Situationen sind:

Ich habe in Restaurants Angst, dass ich mich dort peinlich benehmen könnte
Ich habe große Angst vor Respektspersonen
Ich hasse es, wenn mich jemand bei der Arbeit beobachtet
Ich habe viel zu wenig Durchsetzungsvermögen
Ich habe große Angst vor Situationen, in denen ich einen Vortrag halten müsste, einen Witz erzählen oder etwas an die Tafel schreiben müsste
Wenn ich weniger schüchtern wäre, hätte ich beruflich aufsteigen können
Ich hätte Angst, wenn man bei einem Zusammensein von Bekannten, Freunden oder Verwandten über mich redet, während ich dabei bin.

Haben Sie mindestens 2 dieser Fragen mit JA beantwortet?
In den genannten Situationen kommt es bei mir zu körperlichen Erscheinungen, wie (mindestens 1):

Erröten
Zittern
Angst, mich zu übergeben
Gefühl, auf die Toilette zu müssen

Beide Punkte gesamt mit JA beantwortet? Es besteht der Verdacht, dass bei Ihnen eine Soziale  Phobie vorliegt.

Einfache (Spezifische) Phobie

Haben Sie starke Angst vor bestimmten Dingen oder Situationen, wobei die Angst jedoch nur auf wenige Dinge oder Situationen, z. B. auf 1 oder 2 beschränkt bleibt? Beispiele hierfür sind:

Insekten oder Spinnen
Tiere (Katzen, Hunde, Pferde)
Naturgewalte n (Donner, Sturm, tiefes Wasser)
Blut, Verletzungen, Spritzen
Situationen wie Höhen, Fahrstuhl, Tunnel

Haben Sie mindestens 1 der obigen Dinge angekreuzt?

Empfinden Sie diese Angst als übertrieben beziehungsweise stärker als andere Menschen?

Beide Punkte mit JA beantwortet? Es besteht der Verdacht, dass bei Ihnen eine Einfache Phobie vorliegt.

Ist die Angst bei mir schon krankhaft?

Wenn Sie aufgrund des vorhergehenden Tests eine Vermutung haben, dass bei Ihnen eine Angststörung vorliegen könnte, Sie sich aber nicht sicher sind, ob dies noch “normal» oder «krankhaft» ist, beantworten Sie bitte folgende Fragen:

Ich denke mindestens 50 Prozent des Tages über meine Ängste nach.
Wegen meiner Ängste habe ich mein Leben völlig umgestellt, odass ich viele Dinge nicht tun kann, die ich gerne machen würde.
Wegen meiner Ängste trinke ich häufig zu viel Alkohol oder nehme zu viele Beruhigungstabletten ein.
Meine ständigen Ängste führen dazu, dass ich depressiv und niedergeschlagen bin.
Wegen meiner Ängste habe ich bereits Selbstmordgedanken gehabt.
Wegen meiner Ängste habe ich ernsthafte Schwierigkeiten im Beruf.
Wegen meiner Ängste habe ich Probleme mit meiner Partnerschaft.

Haben Sie mindestens 1 der obigen Fragen mit JA beantwortet?

Es ist anzunehmen, dass Sie an einer behandlungsbedürftigen Angststörung leiden. Sie sollten dies mit einem Arzt oder Psychologen besprechen.

Die Statistik zeigt die allgemeine Angstsituation. Da spielt der mögliche Krankheitswert noch keine Rolle.