Versuch einer Begriffserläuterung: Meridiane auf Deutsch

Wir machen uns es immer recht schwer mit den chinesischen Begriffen - und legen es ganz schnell in den Bereich der Esoterik. Begründet in der Sache: ich kann es nicht sehen oder fassbar machen.  Da muss doch etwas Komisches dahinter stehen und schon sind wir in der Überzeugung: es ist Quatsch, Humbug bis Mystisch.
Warum hat sich dann diese Herangehensweise so verbreitet und wird von den unterschiedlichsten Menschen als nützlicher Begleiter weiter getragen und verbreitet? In den letzten Jahren schickt sich nun die Schulmedizin an, diese Dinge mehr und mehr für den Gesundheitsbereich auszunutzen, nachdem ein französischer Forscher (wie auch immer) einen Nachweis von den Meridianen erbracht hat. Die Chinesen behaupten ja, Meridiane sind Bahnen im Körper durch die die Energie (Lebensenergie) fließt. Und genau auf diesen Bahnen gibt es  dann bestimmte Punkte, die für die Akupunktur nutzbar sind. Diese Akupunkturbahnen durchziehen unseren ganzen Körper und haben an bestimmten Stellen so genannte Schaltzentralen, die genutzt werden können, Beschwerden positiv zu beeinflussen.  Nun hat man diese sogar sichtbar machen können und auf einmal werden die Jahrtausende alten Akupunkturbehandlungen nicht mehr belächelt. Dabei hat man den Menschen in seiner Einzigartigkeit regelrecht wissenschaftlich durchpflügt. Haben alle Sehnen, Muskeln, Blutbahnen nachweisen können, aber nichts von Energiebahnen!

Nun, das ganze Gegenteil. Man versucht diese Methoden als ein medizinisch wichtigen Bereich zu etablieren. Die Krankenkassen machen da nur in kleinen Schritten – Stück für Stück mit. Aber es gibt ja nun sehr lukrative Abrechnungsmöglichkeiten. Aus dem chinesischen Schwindel – was man belächelte, wurde auf einmal eine chinesisch-westliche Allianz. Heut haben sich viele dieser Dinge in der Gesellschaft manifestiert.  In der medizinischen Richtung ist es auch gut so. Aber was ist die Lehre der Energie. In erster Linie  werden alle Bereiche des Körpers mit Nahrung versorgt. Wir nennen es Stoffwechsel. Jede Zelle braucht seine Nahrung. Ohne diese würden wir regelrecht verhungern. Dazu kennen wir die Beispiele aus der Schule – mit der Nahrungsaufnahme. Dabei spielt das Blut eine wichtige Rolle. So, wie das Blut über die Lunge Sauerstoff im Körper bindet, transportiert es die Nahrung. Das ist jedem klar. Nichts anderes sind die  Meridiane. Diese durchziehen unseren Körper – wie ein Netz. Dieses kann man an einem Stück Fleisch sehr gut zeigen. Da sehen wir die Muskeln. Diese sind mit einer transparenten Haut umzogen. Schließen regelrecht die Muskeln ein. Diese transparente Haut wird auch als Faszie bezeichnet. Unser ganzer Körper ist wie ein Schachbrett durchzogen, auf denen die Akupunkturpunkte liegen. Dabei gibt es viele, die nicht die große Rolle spielen und andere eine entscheidende Hauptrolle bilden. Dabei sind die Bezeichnungen – in unserem Verständnis auch ganz unterschiedlich. So finden wir die Bezeichnung Energiepunkte, Akupunkturpunkte, Triggerpunkte und vielleicht noch ganz andere. Alle haben eins gemeinsam. Es sind körpereigene Punkte, die wir nutzen können um Informationen des Gehirns an die Punkte auch genauso wieder in die andere Richtung schicken können. Die Natur hat uns das mit gegeben. Leider haben wir es in der Entwicklung Mensch verlernt. Heutzutage versuchen wir es mehr mit dem Verstand. Anders verständlich ausgedrückt können Sie das vielleicht besser verstehen. Die Faszien sind die Energieträger, die die Impulse auf den Muskel auslösen. Also vom Kopf gesteuert. Aber anders herum spüren wir doch auch jede Berührung auf der Haut. Und genau da reagiert das Gehirn auf diesen Impuls und kann als angenehm, oder wie ein Wespenstich als sehr unangenehm empfunden werden. Manche reagieren dann mit allergischen Reaktionen. Der eigene Körper kann dies nicht mehr abwehren. Eins zeigt diese Reaktion ganz deutlich, es steht alles in Verbindung – und zwar in beiden Richtungen.

All das hat mit Energie zu tun. Klar, die ursprüngliche Verteuflung ist einer Akzeptanz gewichen. Viele Mediziner taten sich schwer, da diese Herangehensweise nicht hoch wissenschaftlich betrachtet werden kann. Es ist eigentlich ganz einfach und ein Kind begreift die Dinge schneller als jeder hoch Studierte. Es fällt sichtlich schwer, wenn sich Ärzte auf eine Basis einlassen, die das Wissen der Wissenschaft haben. Da gibt es Dinge, die man nicht erklären kann. Und diese Energie erkannten schon vor tausenden von Jahren die Chinesen. Irgendetwas muss uns doch antreiben. In der Geschichte der Erde macht es auch nur die Sonne und die ermöglichten Lebensbedingungen auf der Erde möglich. Dabei ist die Erde der Nutzer – und wir als kleine Menschlein ein Zellenkomplex davon. Ein Solarbetrieb ohne staatliche Förderung. 

Nun hat dieser Solarbetrieb auch zwei Seiten. Die eine Seite die angestrahlt wird und die Andere die im Schatten liegt. Die Energiebahnen gehen wie der Blutkreislauf. Die Zelle Herz bringt die Energie und leitet diese in den Körper und auf der anderen Seite kommt es wieder verbraucht zurück. Dazwischen gibt es dann die Lymphknoten, die als Pumpstationen dienen.  So existieren nun mehrere dieser Art von Bahnen im Körper und haben da viele Schnittstellen, die Akupunkturpunkte. Sie nennen es dann Yang – das Energiegeladene / männliche starke und Ying das in sich gekehrte / weibliche. An diesem System der Energiebahnen befinden sich auch alle emotional gelagerten Gefühle. So haben die Chinesen neben den Energiebahnen eine Zuordnung zu den Organen geschaffen, die für bestimmte Gefühlswelten steht. Die nutzte ich gleichfalls, um Blockaden zu lösen. Das sind zum Beispiel Gefühle der inneren Unruhe, Angst, Zweifel und viele mehr. Das sind alles Gefühle des Lebens. Unser Körper spricht eigentlich mit uns. Wir verstehen es nur manchmal nicht, was er uns sagen will. Missachten wir das Gesetz können sich daraus Krankheiten entwickeln. Deshalb brauchen wir einen vernünftigen Umgang mit uns selbst. Die Sonne macht das schon. Doch wie wir damit umgehen liegt an uns. Ein einfaches Beispiel. Im Mittelalter (auch noch weit in unsere Zeit hinein) hat man den Menschen die Sonne verweigert, in dem man sie in die Dunkelheit sperrte. Ein Mittel zum Brechen der eigenen Energie, Widerstandskraft.

Wenn sie sich die Meridiane anschauen, sehen wir – von den 12 Hauptbahnen fangen 6 von den Füßen oder Händen an. Die anderen 6 Hauptbahnen gehen vom Körper in die Füße oder Hände. Dabei haben sie immer eine Verbindung untereinander. Wenn zum Beispiel den Blasenmeridian sehen (vom Körper = Augenpunkt – über den Kopf – Rücken hinunter bis in den Fuß – Zehe. Der zugeordnete Gegenspieler wäre dann der Nierenmeridian. Dieser beginnt im Fuß und endet im Körper unterhalb des Schlüsselbeins. So haben wir den Ying und Yang. Vorn und Hinten. In der Schule haben wir die Begriffe von Agonisten und Antagonisten gehört. Es ist nichts anderes. Alles hat seinen Sinn, seine Verbindung.

meridiane

Und in den Meridianen fließt nun die Energie ganz gleichmäßig, wie in einem Kanal. Kommt es nun in diesen Kanälen zu Unrat, staut sich an manchen Stellen die Energie und kann die Versorgung nicht sicherstellen. Es kommt zu Störungen.  Bei Nichtbeachtung können sich daraus die Krankheiten entwickeln, die wir ja aus der Schulmedizin zu genüge kennen. Aber bevor es zu irgendwelchen Krankheiten kommt, können wir viel tun. So zeigt sich eine Störung zum Beispiel im körperlichen Schmerz. Wir – die Deutschen kennen den Schmerz und sagen trotzdem „ ich muss arbeiten“, „ habe für dieses Körpergefühl gar keine Zeit“  - wir verbiegen uns und gehen weiter unseren sturen Weg des geglaubten Wertes Arbeit. Es wird ja so viel an der Arbeit fest gemacht. Man definiert sich ja in der Gesellschaft damit. Dabei dient Arbeit der Verwirklichung der eigenen Persönlichkeit.

Neben der Chinesischen Methodenlehre besteht in vielen Gesellschaftsformen etwas Ähnliches – ohne dies auf das Chinesische klein zu reden. So haben wir aus der Forschung in Europa schon den Zusammenhang erkannt, dass wir eine emotionale und eine rationelle Seite haben. Können das dem Gehirn, den Regionen ganz gezielt zuordnen. Schon Da Vincis Bild des Menschen zeigt den Einfluss von Zuordnung und Zusammenhängen. So haben auch die Mayas den Muskeltest – den wir in der Kinesiologie nutzen - im alltäglichen Leben benutzt. Erst danach ist diese Methode über Indien nach China gekommen. Und die Chinesen verstehen es perfekt, ihr eigenes System zu nutzen.

Der Mensch hat so viel an Wissen abgespeichert und den Generationen weitergegeben. Nun gehen manche dieser Schätze leider unter und geraten in die Vergessenheit.

Eins bleibt aber immer. Wir haben in unserem Körper immer die gleiche Energie – sie ist nur manchmal ganz schlecht verteilt. So ist zum Beispiel nicht der schmerzende Rücken an der Krankheit Schuld, sondern die Blockaden, die den gleichmäßigen Fluss im Körper verhindern. Eins bleibt aber immer. Ist auf der linken Seite zu viel Energie, ist auf der gegenüberliegenden, rechten Seite zu wenig. Es verschiebt sich also alles nur im Körper selbst. So ist es auch zu verstehen, wenn wir vieles wieder ins Gleichgewicht bringen können, wenn man am Morgen einen Kater mit Kälte begegnet. Jeder macht es aus seinem Instinkt heraus genau richtig. Ohne je von den Dingen Meridiane gehört zu haben. Es sind auch reine Überlieferungen, die uns unsere Eltern, Großeltern mitgegeben haben. So sind eben viele der Körperempfindungen nicht gleich in der Krankheit zu suchen. Körperbalance ist wichtig. Wenn ich viel Anstrengungen am Tag hatte, benötigt der Körper mehr Ruhe. Nach der chinesischen Lehre bedeutet es eben auch, wenn die linke Schulter schmerzt, besteht ein Zusammenhang an der rechte Hüfte. Genau diese Art ist es, die dem Klienten helfen, mit Schmerz umgehen zu können.

Zum anderen dürfen wir auch nicht vergessen, dass Akupunktur oder Meridianbehandlung nicht Kaputtes oder Krankes ganz machen kann oder ersetzt. Die Lehre verhilft den leidenden Menschen, bestimmte Funktionsstörungen zu lösen. Das sind Dinge, die in uns angelegt sind. So sehe ich auch meine Arbeit. Wenn Krankheit dahinter steht, ist der medizinische Weg angesagt. So sind zum Beispiel ganz wichtige Anzeichen zu erkennen, wenn der linke Arm – in den Brustbereich hinein strahlt (oder umgekehrt) – bei einem Mann besten Alters, die medizinische Seite zwingend abzuklären. Es könnte sich um einen Herzinfarkt handeln. Den Erfolg der Schmerzreduzierung mache ich immer am Ergebnis fest. Wenn der Klient eine Erleichterung spürt oder der Schmerz gar weg ist, ist der Weg der Richtige. Da ist es eine Frage des eigenen Lebensgefühls und dessen Verantwortung. Bringt es nicht die gewünschte Linderung, liegt ein anderes Problem vor, der nicht in mein Aufgabenbereich fällt. So sind mir auch Erfahrungen bekannt, in der Akkupunktur gemacht wird – aber spätestens nach 5 Sitzungen eine weitere Behandlung sinnlos ist. Andere sprechen von bis 10 Sitzungen. Wie Sie sehen, sind das zwei Ansagen, die nicht richtig greifbar sind. Deshalb ist mein Ziel, den Erfolg sofort sichtbar zu machen. Jeder Klient spürt es selbst. Damit kann die Akupunktur nur ein Mittel bei Funktionsstörungen von Nutzen sein – nicht für Kaputtes! Akupunktur kann ein gutes Mittel in der Schmerztherapie sein. So sind Massagen, wozu auch bestimmte Griffe der Akupressur Verwendung finden ein sehr guter Weg, dem Schmerz die Kraft zu nehmen. Noch ein Beispiel gewünscht? Nehmen wir zum Beispiel eine Hüftoperation. Viele der Personen klagen nach erfolgreicher Korrektur schon nach relativ kurzer Zeit über Schmerzen. Die Schulmedizin sieht sich den Heilungsprozess an und versucht, den Patienten zu zeigen, eine gute Arbeit gemacht zu haben (stimmt auch). Können sich aber die Schmerzen nicht erklären. Die Hüfte sitzt hervorragend. Die Narbe ist soweit abgeheilt – alles gut. Doch da kann dies ganz das Gegenteil sein. Das Empfinden des Menschen kann nicht erfunden sein! Was ist es? Dies liegt genauso an den Energiebahnen im Körper. Diese Energiebahnen wurden unterbrochen.  Bildlich gesprochen, wurde der ganze Kanal an den verschiedensten Stellen unterbrochen. Auf einmal fließt die Energie in alle möglichen Gebiete und führt in Sackgassen.  Es kommt zu Überschwemmungen, Sickerlöchern.  Unser Körper verfügt nun über die Möglichkeit der Reparatur. Versucht nun ganz schnell diesen Bereich wieder zur Heilung zu bringen. Die OP-Narben wurden ja von den Medizinern hervorragend zugenäht und es wird in der Regel auch auf eine Ästhetik Wert gelegt. Trotzdem sind die Narben Wunden. Unser Körper baut nun an diesen Stellen eine höhere, festere Mauer. Wir sehen dies an den Erhöhungen, Dellen oder auch Vertiefungen. Der Körper versucht es noch stabiler zu machen. Doch unser Gewebe ist nicht auf starre Festigkeit ausgelegt. Was geschieht: es schmerzt bei Berührung, schaut wie entzündet aus oder fühlt sich wie nicht zu einem gehörend an. Und das sind nur die Dinge, die wir ganz bewusst wahrnehmen. Doch es geht eben auch in die Tiefe.